Warum Transalp?

von Franz-Manfred Schüngel

Die Transalp ist das universellste Motorrad, das ich kenne.

Oder anders ausgedrückt: Die Transalp ist weder Fisch noch Fleisch; sie kann alles, aber nichts richtig. So habe ich es schon öfter gehört, und es ist auch was dran: Keine noch so erleichterte Transalp kann einer KTM im Gelände das Wasser reichen, mit den grossen Tourern von BMW und Honda lassen sich Langstrecken bequemer zurücklegen, die Fahrleistungen der Rennsemmeln sind weit jenseits derer der Transalp und eine Harley ist viel unterhaltender, wenn sie vor der Eisdiele nicht anspringt.

Aber in der Summe ihrer Eigenschaften ist die Transalp eben unschlagbar: Autobahnetappen meistert sie genauso wie übelste Strassen, und selbst im Gelände geht mit den richtigen Reifen noch recht viel. Sie ist belastbar, robust, einfach zu warten und zuverlässig, was sie zum hervorragenden Reisemotorrad macht. Transalp fahren heisst: Kurvenräubern statt Schnellfahren, Fernreisen statt Tagestouren, Ankommen statt Rumbasteln, Erfüllung statt Kick. 

Vielleicht nicht für alle das Richtige, für mich schon. Zumindest fast, denn natürlich gibt es auch an der Transalp ein paar Dinge auszusetzen. So zum Beispiel das Fahrwerk, das sowohl auf der Strasse als auch im Gelände nicht so richtig toll ist. Aber da lässt sich einiges machen, und so ist es wenig erstaunlich, dass die Transalp auch eine beliebte Basis für Umbauten ist. Manche gehen Richtung Gelände, ich gehe lieber in Richtung Reisetauglichkeit. So ist meine Transalp genauso vielseitig geworden, wie ich es gerne habe.

 
 








 


 
Wer immer noch nicht glaubt, dass die Transalp so universell ist, dass man glauben könnte, sie wäre von Victorinox und nicht von Honda, für den habe ich noch ein paar exquisite serienmässige Ausstattungsdetails zusammengetragen:
 
Der Flaschenöffner von Michael
 
Meine Zelthering-Richtbank ...
 
... bzw. Uwes Zigarettenablage
 
Die Bibliothek
 
 
Meine Transalp  |  Mehr Transalp  |  Home Page
 
(c) 2003-2006 Franz-Manfred Schüngel